Toleranz

ini_ToleranzToleranz; (lat. tolerare: erdulden, ertragen) lässt andere, fremde Überzeugungen, Sitten und Handlungsweisen gelten, bzw. gewähren und ist duldende, großzügige, weitherzige Nachsicht. Eine Steigerung ist Akzeptanz und Zustimmung mit einer Gleichberechtigung.

Toleranz bedeutet z.B. ein Recht auf Anerkennung von religiösen Minderheiten, sowie die Regelung von sozialen Konflikten. Sie ist der gegenseitige Respekt der Einzelnen gegenüber den Ansichten von anderen, wie u.a. im christlichen Liebesgebot beschrieben. Sie betrifft u.a. Haltungen, Offenheit und Achtsamkeit gegenüber Kulturen, Behinderten, Glauben, Äußerlichkeiten, Fremden, Sprache, Bildung, Angewohnheiten, Gesinnung, Kommunikation, Armut und auch Mitgefühl, bzw. Gerechtigkeit im Berufsleben, Privaten und in der Gesellschaft. Die Grenzen bildet eine gemeinsame Ethik.

In der Politik, Soziologie und Ethik besteht Toleranz, wenn sich in ein bestehendes Wertesystem einer Gesellschaft die abweichenden Überzeugungen von Minderheiten nicht ohne weiteres integrieren lassen. Es schützt auch ein herrschendes System, weil fremde Auffassungen zwar verstanden, aber nicht übernommen werden. Die Humanität schafft so Voraussetzungen zu einer friedlichen Auseinandersetzung um Glauben und Wahrheiten.

Herbert Marcuse kritisierte die Norm der „repressiven Toleranz“, wodurch rationale und berechtigte Kritik verhindert werden. Dadurch schaffen unklare Werte eine Gleichgültigkeit der Gesellschaft und diese verringert das Bewusstsein für das Gute und Bosheit. Sie wird auch als unvollkommene Tugend bezeichnet, weil ein eventuell schlechter Einfluss zugelassen wird. … Toleranz wird in der Philosophie mit der Frage nach Gewissheit und Freiheit erweitert: „Gibt es die Wahrheit?“ von Einzelnen oder Gruppen und „Wie steht die Freiheit gegenüber dieser Wahrheit?“

„Toleranz ist die Fähigkeit, Widerspruch zu ertragen.“

Zitat von: Phillipe Soupault

„Toleranz ist gut, aber nicht gegenüber den Intoleranten.“

Zitat von: Wilhelm Busch

„Die meiste Nachsicht übt der, der die wenigste braucht.“

Zitat von: Marie von Ebner-Eschenbach

„Toleranz ist gut, Anerkennung ist besser.“

Zitat von: Unbekannt

Ursachen, Motive u.a.: Achtsamkeit, Angewohnheit, Ansicht, Akzeptanz, Anerkennung, Anschauung, Anspruch, Aufrichtigkeit, Äußerlichkeit, Ausgeglichenheit, Beachtung, Berechtigung, Beschaffenheit, Besonnenheit, Bestätigung, Bewusstsein, Bildung, Charakter, Charakterdesign, Charisma, Charme, Darstellung, Diskretion, Ehre, Eigenschaft, Einsicht, Einstellung, Emotion, Empathie, Engagement, Entschlossenheit, Entwicklung, Erfahrung, Erfolg, Erkenntnis, Erwartung, Erziehung, Ethik, Extraversion, Fähigkeit, Fiktion, Freiheit, Frieden, Fünf-Faktoren, Gebote, Geduld, Gefühl, Gelassenheit, Gemeinschaft, Glück, Gerechtigkeit, Gesellschaft, Gesinnung, Gestaltung, Gestik, Gewinn, Gewissen, Glaube, Großzügigkeit, Grundsatz, Das Gute, Gutmütigkeit, Haltung, Hoffnung, Humor, Ideal, Identität, Ideologie, Individuum, Interessen, Introversion, Klugheit, Kommunikation, Kompetenz, Kreativität, Kunst, Lachen, Leidenschaft, Leistung, Lernen, Liebe, Lob, Logik, Loyalität, Macht, Meinung, Mentalität, Merkmal, Mimik, Mimikry, Mitgefühl, Motivation, Mut, Nachsicht, Nähe, Objektivität, Offenheit, Optimismus, Partner, Persönlichkeit, Politik, Position, Prestige, Prinzip, Pünktlichkeit, Qualität, Reaktion, Realität, Recht, Redlichkeit, Regeln, Respekt, Richtigkeit, Rolle, Schutz, Sein, Selbstbestimmung, Selbstbewusstsein, Selbstbild, Selbstdarstellung, Selbsterhaltung, Selbsterkenntnis, Selbstverwirklichung, Selbstwert, Selbstachtung, Selbstvertrauen, Sicherheit, Sitte, Solidarität, Soziale Interaktion, Sozialisation, Sprache, Stolz, Subjektivität, Symbol, Sympathie, Tätigkeit, Tapferkeit, Tatsache, Temperament, Theater, Theorie, Treue, Tüchtigkeit, Tugend, Überzeugung, Unterschied, Veränderung, Verantwortung, Vergebung, Verhaltensmuster, Verschiedenheit, Verstärkung, Verstand, Verträglichkeit, Vertrauen, Vorbild, Vorsatz, Vorstellung, Wahrheit, Wahrnehmung, Weisheit, Wertvorstellung, Wille, Wunsch, Würde, Zeichen, Ziele, Zivilcourage, Zufriedenheit, Zustand, Zuverlässigkeit, Zuwendung, …

Gegenteile, negative Motive: Aggression, Angabe, Angst, Ärger, Armut, Arroganz, Ausgrenzung, Autorität, Bedrängnis, Bedrohung, Behinderung, Besorgnis, Bestrafung, Bevorzugung, Bosheit, Charakterlosigkeit, Demütigung, Depression, Desinformation, Destruktivität, Diskriminierung, Dominanz, Egoismus, Eifersucht, Einsamkeit, Endgültigkeit, Falschheit, Fanatismus, Fatalismus, Faulheit, Fehler, Feigheit, Feindschaft, Gemeinheit, Gier, Gleichgültigkeit, Gewalt, Hass, Heimtücke, Heuchelei, Hilflosigkeit, Hochmut, Ignoranz, Illoyalität, Illusion, Impulsivität, Indiskretion, Intrige, Ironie, Konformismus, Korruption, Kritik, Lächerlichkeit, Laster, Leid, Lüge, Macht, Mangel, Maske, Missachtung, Missgunst, Misstrauen, Narzissmus, Neid, Niedertracht, Opportunismus, Peinlichkeit, Perfektion, Perfidie, Phobie, Problem, Psychose, Rache, Sadismus, Sarkasmus, Schablone, Scham, Schein, Scheu, Selbstmitleid, Sorgen, Spleen, Spott, Starrsinn, Täuschung, Treulosigkeit, Unbeständigkeit, Unehrlichkeit, Ungeduld, Unentschlossenheit, Unsicherheit, Unterdrückung, Unterwürfigkeit, Untreue, Verbrechen, Verrat, Verschleierung, Verschweigen, Verwundbarkeit, Widerstand, Wortbruch, Würdelosigkeit, Wut, Zaghaftigkeit, Zwang, Zweifel, Zynismus, …

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