Schicksal

ini_SchicksalSchicksal; (altniederl. Schicksel: Fakt, Tatsache / ahd., mhd. (h)lôჳ: Los, Omen, Orakel, / arab. Qisma: Kismet / indisch: Karma), sind Ereignisse im Leben, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt, zufällig und der Entscheidungsfreiheit der Menschen entzogen erscheinen.

Es gab schon vor der Antike Göttinnen, Götter der Mythologie und Ratgeber dazu: Orakel, Opfergaben, Knochenorakel, Prophezeiung, Offenbarung, Zukunftsdeutung, Hellsehen, Wahrsagung, die Schicksalsgöttinnen Moiren, Parzen, Fortuna, Nornen, Sibylle (Prophetin) und Weise, Druiden, Seher, Schamanen, Heiler, usw. … Das griechische Orakel von Delphi war die bekannteste Weissagungsstätte der Antike. … Heute haben z.B. die Voraussagen der Meinungsforschung und Demoskopie, mit kritischen Zufallsstichproben und Quotenverfahren, die Aufgaben übernommen.

Das Schicksal ist Gutes, Schlechtes, Glück und Pech, mit leichten, langen, oder schweren Auswirkungen, wie z.B.:

„Das Schicksal meint es gut mit ihr“,
„Man kann dem Schicksal nicht entkommen“,
„Er wurde vom Schicksal dazu bestimmt“,
„… Glück gehabt“, oder „Schicksalsschlag“.

Die Einstellungen dazu reichen von völliger Ergebung (Fatalismus), über den Glauben an seine Überwindbarkeit (sich nicht beugen), bis zur völligen Willensfreiheit des Individuums (Voluntarismus).

Eine Vermeidungshaltung wird leicht als vom Schicksal gegeben hingenommen. Andere Charakterschwächen entstehen u.a. beim Harmoniebedürfnis, durch eigene Belohnungssysteme, Hoffnungen ohne Realität, Illusionen, Fatalismus, OpportunismusPessimismus, Prägung, Vorurteile, Gleichgültigkeit und vielem mehr. Die „Kognitive Dissonanz“ ist z.B. eine mit einem Wunsch unvereinbare Wahrnehmung und wird zur Bestätigung der Haltung, Faulheit oder dem Bewusstsein, dass man keinen Einfluss auf die Erfüllung hat. Der Charakter ist nicht nur eine Glückssache des Schicksals, sondern lässt sich durch Aufmerksamkeit und Tugenden beeinflussen.

„Das Schicksal mischt die Karten, aber meistens spielst Du das Spiel.“

Sprichwort

„Jeder ist seines Glückes Schmied.“

Sprichwort

Ursachen, Motive u.a.: Aberglaube, Abwehrhaltung, Angewohnheit, Angst, Ausgrenzung, Autorität, Beurteilung, Benachteiligung, Bosheit, Akzeptanz, Charakter, Egoismus, Entscheidung, Ersatzbefriedigung, Fatalismus, Faulheit, Feigheit, Frustration, Führung, Gefühl, Geschichte, Gleichgültigkeit, Geistesgifte, Geiz, Gesinnung, Gestik, Gewalt, Gier, Glücksbringer, Gott, Haltung, Handlung, Heuchelei, Illusion, Image, Individuum, Ironie, Irrtum, Kognitive Dissonanz, Konfusion, Krankheit, Kunst, Laster, Laune, Macht, Manipulation, Mentalität, Merkmal, Moral, Mythologie, Offenbarung, Opportunismus, Pessimismus, Philosophie, Prägung, Prophezeiung, Psychologie, Rache, Religion, Schaden, Schande, Schlechtigkeit, Selbstmitleid, Sozialisation, Soziologie, Stolz, Theater, Theorie, Tot, Tugend, Überheblichkeit, Ungeduld, Ungerechtigkeit, Unglück, Unzufriedenheit, Verhaltensmuster, Verletzung, Vermeidungshaltung, Verschweigen, Verzicht, Vorteil, Vorurteil, Wahrnehmung, Weissagung, Widerstand, Zufall, Zwang, …

Gegenteile, positiv: Absicht, Achtsamkeit, Anerkennung, Aufmerksamkeit, Belohnung, Berechenbarkeit, Bestätigung, Bewusstsein, Echtheit, Ehre, Ehrlichkeit, Einfluss, Einsicht, Erfahrung, Ethik, Freiheit, Gewissen, Glauben, Glück, Glückssache, Das Gute, Harmonie, Hoffnung, Lebensgefühl, Lernen, Persönlichkeit, Realität, Selbstbestimmung, Selbstbewusstsein, Selbsterkenntnis, Tatsache, Tugend, Umgangsform, Vertrauen, Vorsatz, Werte, Wille, Wissen, Wunsch, Ziel, Zweifel, …

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Dieser Beitrag ist von und mit Sago, ... Perlsago der Sagopalme, entspricht weitgehend dem Grieß aus Weizen und ist nicht nur für Pasta und Süßspeisen gut. • • • Texte und Bilder auf charakterwiki.de sind geschützt. © alle Rechte vorbehalten, Urheber-Nr. 301178, VG Bild-Kunst, fremde Beiträge sind von wikipedia.org, oder gekennzeichnet. • • •

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