Moral

ini_MoralMoral; (lat. moralis: die Sitte betreffend) ist ein Verhaltensmuster, Regeln, Sitte, Prinzipien von Individuen, Gruppen oder auch Kulturen und findet sich in vielen Wissenschaften, z.B.: … 1. Ethik (Philosophie) und Metaethik, … 2. Theologische Ethik, … 3. Moralpsychologie und Motivationspsychologie, … 4. Gesellschaftswissenschaften, … 5. Politik, … 6. Ökonomie, usw.

Charakter, Ethik und Moral haben ein inniges Verhältnis. Moral beschrieb ursprünglich übliche Handlungen in bestimmten Situationen, ohne Wertung und Rechtfertigung. Heute ist sie meist eine Bewertung und wird bei praktischen Urteilen, oder Prinzipien (Werte, Güter, Pflichten, Rechte) benutzt. So sind Tugenden zunächst positive Moralvorstellungen, z.B.: Fleiß, Mäßigung, Mildtätigkeit, Wohlwollen. Die Darstellungen von Untugenden gehören auch dazu: z:B. Hochmut, Stolz, Geiz, Habgier, Zorn, Neid, Faulheit usw. … Allerdings sollen sie oft durch subjektive Ziele, Absichten, Engagement, Zustimmung, aber auch Ablehnung ein gewünschtes Verhalten und besondere Disziplin bei anderen bewirken. Das tut man nicht!, Das sagt man nicht! sind oft benutzte, nicht begründete Tabus, die daher bewusst oder unbewusst gebrochen werden. … Moral ist meist eine „klebrige Masse“ an gesellschaftlichen Vorurteilen und Vorstellungen – es gibt allerdings auch gute, wie z.B. die „Goldene Regel“ und Gewaltlosigkeit.

Doppelmoral“: ist das Anlegen unterschiedlicher Maßstäbe je nach Situation, Absichten und Gutdünken. Es gibt viele Beispiele zur Doppelmoral: „Wasser predigen und selber Wein saufen“, was Politiker und Bosse besonders gut beherrschen, wenn sie wieder einmal fordern, den Gürtel enger zu schnallen.
Bescheidenheit ist eine große Tugend – besonders bei anderen Menschen.“ Zitat von: Federico Fellini.
Wer mit dem Zeigefinger auf andere Leute zeigt, sollte nie vergessen, dass drei Finger seiner Hand auf ihn selbst zeigen.“ Zitat von: Gustav Heinemann

Ein paar Beispiele, wie Moral auch verstanden wird:
Erst kommt das Fressen, dann die Moral“: von Bertold Brecht gegen die Bourgeoisie, die unteren Schichten der Gesellschafts Moral predigen wollen, bzw. “Erst das Fressen, dann nie Moral.“ von Lucius Annaeus Senecio.
… einen Moralischen kriegen“ Spruch: traurig / nachdenklich / melancholisch sein, Reue empfinden.
Eine „Moralpredigt halten“: jemandem Vorhaltungen machen, oder ins Gewissen reden.

„Moralisten sind Menschen, die sich dort kratzen, wo es andere juckt.“

Zitat von: Samuel Beckett

„Dichtung hat mit Moralphilosophie zu tun, Malerei mit Naturphilosophie.“

Zitat von: Leonardo da Vinci

„In der Nase verliert der erhobene Zeigefinger an Bedeutung.“

Zitat von: Art van Rheyn

„Und die Moral von der Geschicht“

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„Das Bad am Samstagabend“ (endet im Chaos und moralischer Erkenntnis), Bildergeschichte von: Wilhelm Busch

Ursachen, positiv, u.a: Autorität, Besonnenheit, Bindung, Character animation, Charakter, Charakterdesign, Charaktereigenschaften, Charaktertyp, Charaktererziehung, Charakterisierung, Charakterkunde, Charaktermaske, Charakter-Menü, Charakterrolle, Charakterzug, Charisma, Glauben, Egoismus, Eigenart, Empathie, Ehre, Ehrlichkeit, Erziehung, Ethik, Fleiß, Freiheit, Gefühle, Gemüt, Gerechtigkeit, Gestaltung, Goldene Regel, „Das Gute“, Gewaltlosigkeit, Ideal, Klugheit, Kompetenz, Kunstfigur, Mentalität, Narzissmus, Ideologie, Impulsivität, Erfolg, Leistung, Lernen, Literarische Figur, Mäßigung, Maske, Merkmal, Mildtätigkeit, Pädagogik, Philosophie, Persönlichkeitseigenschaft, Persönlichkeitsentwicklung, Politik, Prägung, Psychologie, Religion, Schauspiel, Schein, Sein, Selbstkontrolle, Sozialisation, Soziologie, Spielercharakter, Tapferkeit, Theater, Tugend, Verhalten, Vorurteil, Weisheit, Werte, Wohlwollen, Wünsche, Ziele, …

Gegenteile, negativ, u.a: Abtrünnigkeit, Anstößigkeit, Betrug, Bosheit, Destruktivität, Ehrlosigkeit, Faulheit, Flatterhaftigkeit, Geiz, Gemeinheit, Gier, Heimtücke, Hochmut, Illoyalität, Konformität, Laster, Neid, Niedertracht, Perfidie, Perfidie, Schlechtigkeit, Schurkerei, Sittenlosigkeit, Stolz, Unbeständigkeit, Unehrlichkeit, Unmoral, Unredlichkeit, Untreue, Verrat, Verdorbenheit, Wankelmut, Wesensmerkmal, Wortbruch, Würdelosigkeit, Zorn, …

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Dieser Beitrag ist von und mit Sago, ... Perlsago der Sagopalme, entspricht weitgehend dem Grieß aus Weizen und ist nicht nur für Pasta und Süßspeisen gut. • • • Texte und Bilder auf charakterwiki.de sind geschützt. © alle Rechte vorbehalten, Urheber-Nr. 301178, VG Bild-Kunst, fremde Beiträge sind von wikipedia.org, oder gekennzeichnet. • • •

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