Macht

ini_MachtMacht; meint mit „Macht über …“ den Einfluss und die Fähigkeit einer Person oder Gruppe, auf das Verhalten und Denken von anderen einzuwirken. Sie wird für Abhängigkeits- oder Überlegenheitsverhältnisse verwendet. … „Macht zu …“ steht für die Möglichkeit, ggf. gegen den Willen, ohne Zustimmung, äußere Ansprüche, mit Zwang oder trotz Widerstandes von anderen die eigenen Ziele durchzusetzen und zu verwirklichen. … Bei der absoluten Macht ist es nicht erforderlich ein Austauschverhältnis oder einen Kompromiss einzugehen.

Aristoteles sprach in der Theorie zur Macht von Herrschaft und Knechtschaft. Politische Macht ist im Unterschied zur unbeschränkten Gewaltherrschaft, bzw. Despotie eine Herrschaft von Freien über Freie, die sich im ablösen. … Cicero unterschied über zwei Formen der Macht: „potestas“ im Sinn von Amtsgewalt, Potenz, Vollmacht und „auctoritas“ im Sinn von Ansehen, Einfluss, Geltung, Empfehlung und Ruf. … In Monarchien bzw. Absolutismus war der König oder Fürst meist das allmächtige Staatsoberhaupt von „Gottes Gnaden“. Die Losung „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“, der Französischen Revolution, bzw. Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit und Solidarität brachten neue Verhältnisse. In heutigen Demokratien ist im Idealfall das Staatsvolk durch regelmäßige Wahlen der Souverän, der die Regierung mit Macht ausstattet.

Sie kann von Personen, Gruppen, Organisationen, Parteien, Verbänden, Behörden, bzw. dem Staat ausgeübt werden oder von gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, technischen, rechtlichen, kulturell-religiös geprägten Strukturen ausgehen. Gemäßigte Machtverhältnisse sind zweiseitige Austauschvorgänge, wobei eine Seite z.B. über Belohnung, Bestrafung über mehr Macht verfügt und Einfluss nimmt. Die andere Seite akzeptiert, erhebt keinen Widerspruch, Widerstand bzw. unternimmt nichts dagegen und wird die Duldung, Anerkennung oder Anpassung befolgen, wobei die Übergänge fließend sind.

Es ist eine andauernde Aufgabe der Menschen den Missbrauch von Macht zu verhindern. In der Demokratie und Politik wurden hierfür 3 Prinzipien entwickelt:
1. Gewaltenteilung, Rechtsordnung, zeitliche Begrenzung der Regierung.
2. Gegenmachtbildung mit der Öffentlichkeit, Information, Transparenz, Diskussion und Positionen.
3. freiwilliger Verzicht auf Ausübung vorhandener Macht z.B. Recht und Verträge zwischen Staaten.
Machtverhältnisse, die auf Dauer bestehen, respektieren und prägen soziale Regeln und Ordnungen. Dieses ist eine legitime Machtausübung und Herrschaft.

Die sechs Kategorien der Macht sind: Legitimität, Belohnung, Zwang, Identifikation, Wissen und Vorsprung bei den Informationen. Einige Subjekte und Institutionen dazu: Personen oder Gruppen, staatliche Institutionen wie z. B. Regierung, Militär, Unternehmen mit Wirtschaftsmacht, Banken oder Medienkonzerne. Die Handlungsmacht und das „große Geld“ wollen oft durch Manipulationen ihren Einfluss und Gewinne vergrößern.

Macht verändert auch den Charakter  – zum Guten oder Schlechten, oft zur Bosheit. Es wird dann allerdings nicht der wahre Charakter sichtbar, sondern es entstehen neue Merkmale und Motive. Machtmissbrauch zerstört Karrieren und vieles wird gelähmt. Klare Regeln schaffen Haltungen mit Beliebtheit, Bündnissen, Ehrlichkeit, Empathie, Ethik, Freundlichkeit, Frieden, Führung, Hilfsbereitschaft, Hoffnung, Identifikation, Kommunikation, Kompromiss, Kooperation, Kritikfähigkeit, Loyalität, Offenheit, Optimismus, Qualifikation, Realitätssinn, Recht, Selbstbewusstsein, Selbsterkenntnis, Sympathie, Toleranz, Transparenz, Treue, Tugend, Überzeugungskraft, Verantwortung, Verträglichkeit, Vertrauen, Verzicht, Vorbildlichkeit, Wahrheit, Wahrnehmung, Werte und Ziele. Hierbei überwiegen die Fähigkeiten, die eine Führungskraft mit Charakterstärke und Charisma benötigt.

„Wenn die Macht der Liebe über die Liebe zur Macht siegt,

wird die Welt Frieden finden.“

Zitat von: Jimi Hendrix

„Gegen Angriffe kann man sich wehren, gegen Lob ist man machtlos.“

Zitat von: Sigmund Freud

„Zorn ohne Macht Wird verlacht.“

Sprichwort

Ursachen, Motive u.a.: Achtsamkeit, Aktivität, Anerkennung, Angewohnheit, Aufmerksamkeit, Aufrichtigkeit, Authentizität, Beachtung, Bedürfnis, Beharrlichkeit, Berücksichtigung, Beständigkeit, Bestätigung, Betroffenheit, Bewertung, Bewusstsein, Beziehung, Bindung, Charakter, Charisma, Durchhaltevermögen, Durchsetzen, Echtheit, Ehrlichkeit, Einfluss, Eignung, Einstellung, Emotion, Empathie, Energie, Entscheidung, Entschlossenheit, Erbanlagen, Erziehung, Ethik, Fähigkeit, Fairness, Freiheit, Freiwilligkeit, Freude, Freunde, Fünf-Faktoren, Geborgenheit, Geduld, Gefühl, Gehorsam, Geltung, Gestaltung, Gewinn, Gewissen, Geradlinigkeit, Gerechtigkeit, Gesellschaft, Gestik, Glauben, Gleichmaß, Goldene Regel, Haltung, Handlung, Hartnäckigkeit, Hoffnung, Humor, Ideale, Ideen, Identifikation, Image, Individuum, Initiative, Instinkt, Interaktion, Interesse, Kapital, Kognition, Kompetenz, Kommunikation, Konsequenz, Konzentration, Kooperation, Kritik, Lachen, Lebensgefühl, Leistung, Loyalität, Mäßigung, Meinung, Merkmal, Mimik, Motivation, Mut, Nonverbale Kommunikation, Offenheit, Optimismus, Pädagogik, Persönlichkeit, Philosophie, Politik, Prägung, Prestige, Psychologie, Qualifikation, Realität, Recht, Redlichkeit, Religion, Respekt, Rolle, Schicksal, Schuld, Schwur, Selbstbild, Selbständigkeit, Sinn, Solidarität, Sozialverhalten, Sozialisation, Soziologie, Spontaneität, Stabilität, Sympathie, Selbständigkeit, Selbstbewusstsein, Selbstwert, Stetigkeit, Tadel, Tapferkeit, Tatsache, Temperament, Theorie, Toleranz, Transparenz, Treue, Tugend, Überzeugung, Umgangsformen, Veränderung, Verantwortung, Vergleich, Verhaltensmuster, Verständnis, Vertrauen, Vier-Seiten-Modell, Vorteil, Wahrnehmung, Wahrhaftigkeit, Wahrheit, Wirtschaft, Wille, Wissen, Ziel, Zivilcourage, Zuwendung, …

Gegenteile und negative Motive: Aberglaube, Abhängigkeit, Ablehnung, Abneigung, Abwehr, Angst, Armut, Ausgrenzung, Bescheidenheit, Bestechung, Betrug, Bosheit, Defizit, Dominanz, Egoismus, Einsamkeit, Exzentrik, Faulheit, Geiz, Gewalt, Gier, Hinterhältigkeit, Hochmut, Ignoranz, Illusion, Intrige, Irrationalität, Klatsch, Konflikt, Konformismus, Konfusion, Konfrontation, Kritik, Laster, Lobby, Lüge, Macke, Manipulation, Maske, Milde, Nachgiebigkeit, Nachsicht, Neid, Obrigkeitshörigkeit, Opportunismus, Passivität, Pessimismus, Schaden, Sturheit, Tadel, Tarnung, Täuschung, Ungeduld, Unentschlossenheit, Unsicherheit, Unterdrückung, Verführung, Verletzung, Vermeidung, Verrat, Verschweigen, Vorurteil, Zerstreutheit, Zwang, Zweifel, Zügellosigkeit, …

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Dieser Beitrag ist von und mit Sago, ... Perlsago der Sagopalme, entspricht weitgehend dem Grieß aus Weizen und ist nicht nur für Pasta und Süßspeisen gut. • • • Texte und Bilder auf charakterwiki.de sind geschützt. © alle Rechte vorbehalten, Urheber-Nr. 301178, VG Bild-Kunst, fremde Beiträge sind von wikipedia.org, oder gekennzeichnet. • • •

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