Laune

Laune; (lat. luna: Mond) bzw. Stimmung kann mit der Gemütsverfassung des Menschen zusammen hängen. Es war ursprünglich der vermutete Einfluss des Mondes auf Gefühle und Verhalten gemeint. Sie ist am besten eine „gute Laune“, die dann z.B. mit Glück, Heiterkeit, Optimismus, Vertrauen usw. verbunden wird. Es ist auch eine Charaktereigenschaft, bzw. „launischer Charakter“, mit raschem Wechsel der Stimmung zur „schlechte Laune“, der Verstimmtheit ohne erkennbare Ursache und sogar eine Gemütskrankheit.

Mit ihr verwandte Begriffe sind Bestimmung, Zustimmung, Übereinstimmung, Verstimmung, Selbstbestimmung und viele mehr. … Sie ist auch:  Handlungsbereitschaft, … Tonhöhe, Temperatur und Temperament, bzw. das Stimmen von Instrumenten in der Musik, … in der Liebe, Lust und Erotik, … Ausdruck von einem Kunstwerk und die Atmosphäre der Ästhetik, … bzw. die von einer Umgebung ausgehende Stimmung.

Die Psychologie spricht von Stimmungen bzw. Gemüt oder Befindlichkeit, als angenehme oder unangenehme Gefühle. Stimmungen dauern länger als Gefühle, Emotionen, Affekte und hängen u.a. von der Gesamtverfassung der Persönlichkeit ab. Sie können auch Merkmale sein, die z.B. bei Bedrohungen funktionelle Instinkte und Hemmungen darstellen. Die Verhaltensforschung geht von inneren Trieben aus, die durch Schlüsselreize ausgelöst werden. So kann eine Stimmungsübertragung die Handlungsbereitschaft in Gruppen steigern.

In der Farbensymbolik spiegeln sich die Stimmungen und Gefühle und wirken sich auf die Motivation aus. Durch die Erfahrungen entstehen ein „Grau in Grau“ bei Langeweile und Pessimismus, „alarmierendes Rot“ bei Gefahr und die „rosarote Wolke“ bei Optimismus und Verliebtheit usw. Assoziationen färben das Gemüt und Bewusstsein mit warmen und kalten Farben in verschiedener Helligkeit und Sättigung. Die Bedeutungen unterscheiden sich in den weltweiten Kulturen.

Launige Sprüche sind:  „Das macht mir Laune“ (Spaß, Freude), oder „Die gute Laune wird dir schon vergehen“ (gibt Ärger). Sie hat z.B. Auswirkungen auf soziale Verhaltensmuster, Haltungen, Handlungen, Interesse, Mitgefühl, Selbstbewusstsein, die Anerkennung, Angewohnheiten, Fähigkeiten, Führung, Geduld, Intuition, Kognition, Offenheit, Mäßigung, Neugierde, Treue, Wahrnehmung, den Humor usw. und kann auch den Eindruck von Unhöflichkeit, Egoismus und Hochmut verursachen.

Negative Launen schaffen u.a.: Abneigung, Angst, Demütigung, Eifersucht, Einsamkeit, Ersatzbefriedigung, Feindschaft, Frechheit, Geiz, Gemeinheit, Gleichgültigkeit, Hass, Illusionen, Laster, Manipulation, Schadenfreude, Selbstmitleid, Spott, Vermeidungshaltung und vieles mehr (s.u.).

Die vier Charaktertypen der Temperamentenlehre: der Choleriker, Melancholiker, Phlegmatiker und Sanguiniker, aber auch der Pragmatiker haben jeweils eine Grundstimmung.

„Hunde kommen, wenn man sie ruft.

Katzen nehmen deine Nachricht zur Kenntnis

und kommen eventuell später darauf zurück.“

Zitat von: Mary Bly

„Nichts in der Welt wirkt so ansteckend wie Lachen und gute Laune.“

Zitat von: Charles Dickens

„Der beste Beweis für Weisheit ist beständige gute Laune.“

Zitat von: Michel Eyquem de Montaigne

Ursachen, Motive u.a.: Ablehnung, Abneigung, Achtsamkeit, AIDA-Modell, Anerkennung, Angewohnheit, Befriedigung, Begierde, Bindung, Charakter, Choleriker, Eifer, Emotion, Emotionale Stabilität, Empathie, Erfahrungen, Ethik, Extraversion, Fähigkeit, Farbensymbolik, Freude, Freundschaft, Führung, Fünf-Faktoren-Modell, Geduld, Gefühle-ABC, Gelassenheit, Gestik, Gewissen, Glück, Haltung, Handlung, Interesse, Introversion, Intuition, Kognition, Kommunikation, Kompetenz, Kreativität, Kritik, Lachen, Lebensgefühl, Leidenschaft, Lob, Logik, Macht, Melancholiker, Mentalität, Merkmal, Mimik, Mitgefühl, Motivation, Mut, Neugier, Optimierung, Optimismus, Persönlichkeit, Pessimismus, Phlegmatiker, Prägung, Psychologie, Reaktion, Reiz, Rücksicht, Sanguiniker, Sehnsucht, Selbstbewusstsein, Selbstdarstellung, Selbstsicherheit, Selbstwert, Sitte, Sozialisation, Sozialverhalten, Spontaneität, Sympathie, Temperament, Treue, Tüchtigkeit, Tugend, Überraschung, Veränderung, Verantwortung, Vergebung, Verhaltensmuster, Verlangen, Verständnis, Verträglichkeit, Vertrauen, Verwunderung, Vorbild, Vorsatz, Vorstellung, Wahrheit, Wahrnehmung, Weisheit, Werbung, Wert, Wille, Wissen, Wohlfühlen, Wunsch, Zeichen, Ziele, Zufriedenheit, …

Gegenteile, negative Motive: Abneigung, Abwehr, Achtlosigkeit, Aggression, Angst, Ärger, Ausgrenzung, Besorgnis, Bevorzugung, Demütigung, Desinteresse, Dominanz, Egoismus, Eifersucht, Einsamkeit, Ekel, Endgültigkeit, Ersatzbefriedigung, Feindschaft, Frechheit, Furcht, Gefühllosigkeit, Geiz, Gemeinheit, Gier, Gleichgültigkeit, Hass, Heuchelei, Hilflosigkeit, Hochmut, Ignoranz, Illusionen, Indiskretion, Ironie, Konditionierung, Konformismus, Korruption, Kritik, Laster, Leid, List, Lüge, Macht, Mangel, Manipulation, Maske, Missachtung, Missgunst, Misstrauen, Moral, Narzissmus, Neid, Opportunismus, Peinlichkeit, Sarkasmus, Schablone, Schadenfreude, Scham, Scheu, Schuld, Selbstmitleid, Spott, Stolz, Sturheit, Täuschung, Trauer, Traurigkeit, Überheblichkeit, Ungeduld, Unentschlossenheit, Unsicherheit, Unterwürfigkeit, Untreue, Verachtung, Vermeidung, Verschleierung, Verschweigen, Verzicht, Verzweiflung, Widerstand, Wortbruch, Wut, Zaghaftigkeit, Zorn, Zweifel, Zynismus, …

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