Kognition

ini_KognitionKognition; (lat. cognoscere: erkennen, erfahren, lernen) ist die Erkenntnis und Verarbeitung der Wahrnehmung, ein Begriff aus Psychologie, Philosophie, Soziologie, Recht, Biologie und mehr. Sie steuert als System die Aufnahme von Informationen und damit auch das folgende Verhalten, wie z.B. bei Aufmerksamkeit, Emotionen, Erinnerung, Kreativität, Orientierung, Vorstellungskraft, das Lernen, Problemlösen, Planen, den Willen, Glauben, usw.

Die Kognitionspsychologie und Kommunikationswissenschaft haben viele Bezüge dazu. Es sind u.a. mentale Prozesse und Strukturen eines Individuums wie Gedanken, Meinungen, Einstellungen, Wünsche und Absichten. Dem Erkennen folgt die Informationsverarbeitung und in verschiedenen Geschwindigkeiten die Reaktionen, die auch Grenzen haben:
1. Wahrnehmungen der Sinne – werden gefiltert, integriert und verändert, bevor sie bewusst sind,
2. Denken – Manipulationen von Informationen haben bei der Verarbeitung im Arbeitsgedächtnis wenig Raum,
3. Lernen – Erwartungen und Erinnerungen werden häufig vorher und nachher verändert,
4. Erinnern – die eigentlich verfügbaren Informationen sind oft nicht zu wiederholen,
5. Motivation und Konzentration – Lustlosigkeit, Erschöpfung, Ablenkung usw. können beeinträchtigen,
6. Geschwindigkeit – der Orientierung, Haltung und Handlung.

Im Marketing, der Werbung und Verkauf wird die Kognition beim Kauf- bzw. Konsumentenverhalten wichtig. Das Vier-Seiten-Modell der Kommunikation veranschaulicht mit welchen Aspekten die Informationen vom Sender (Werbung usw.) beim Empfänger (hier: Kunden) ankommen. Die Art, Menge und Qualität der Botschaften haben Einfluss auf die beabsichtigte Wirkung. Meistens sortiert der Kunde unbewusst, was gefällt und zum Kauf führt. Die vier Phasen der Information des Konsumenten sind abhängig von: … 1. der Fähigkeit sich zu informieren, … 2. die Erwartung des Nutzens und Aufwands der Information, …  3. den Erfahrungen, die mit dem Produkt bereits gemacht wurden, … 4. und die Einbeziehung des Konsumenten.

Die subjektive Realität ist eine Konstruktion der „Wahrheit“ mit Widersprüchlichkeiten, Paradoxien und „blinden Flecken“. Gewollte Teile der Erinnerungen, Gefühle, Darstellungen, Illusionen, Glücks- und Wertvorstellungen können dem Bewusstsein eine andere Wirklichkeit und Täuschungen zeigen. Dieses ruft u.U. eine Kognitive Dissonanz hervor, die oft von einem ungewollten Gefühl begleitet ist.

„Würden die Pforten der Wahrnehmung gereinigt,

erschiene den Menschen alles, wie es ist: unendlich.“

Zitat von: William Blake

„Mit den Generationen verändern sich Wahrnehmungen und Erinnerungen.“

Zitat von: Roman Herzog

„Intensive Emotionen verzerren unsere Wahrnehmung.“

Zitat von: Dalai Lama

Ursachen u.a.: Absicht, Ansicht, Akzeptanz, Anerkennung, Angewohnheit, Aufmerksamkeit, Äußerlichkeit, Avatar, Beschaffenheit, Bestätigung, Bewusstsein, Charakter, Charakterdesign, Darstellung, Echtheit, Ehrlichkeit, Eigenschaft, Einstellung, Emotion, Empathie, Engagement, Erfahrung, Erfolg, Erkenntnis, Erwartung, Erziehung, Ethik, Extraversion, Fähigkeit, Fiktion, Frieden, Fünf-Faktoren, Geduld, Gefallen, Gefühl, Gemeinschaft, Glück, Gemüt, Gerechtigkeit, Gesellschaft, Gesinnung, Gestaltung, Gestik, Gewissen, Glaube, „Das Gute“, Haltung, Häufigkeit, Held, Hoffnung, Ideal, Identität, Individuum, Interessen, Introversion, Kommunikation, Kompetenz, Konzentration, Kreativität, Kunst, Kunstfigur, Leistung, Lernen, Liebe, Literarische Figur, Lob, Logik, Lust, Macht, Meinung, Menge, Mentalität, Merkmal, Methode, Mimik, Mitgefühl, Motivation, Mut, Neuerung, Objektivität, Offenheit, Optimismus, Persönlichkeit, Position, Potenzial, Prestige, Qualität, Reaktion, Realität, Recht, Respekt, Richtigkeit, Schablone, Schutz, Selbstbild, Selbstdarstellung, Selbsterkenntnis, Selbstwert, Selbstvertrauen, Sein, Sicherheit, Sitte, Solidarität, Sozialisation, Stolz, Subjektivität, Symbol, Sympathie, Tatsache, Temperamentenlehre, Theater, Theorie, Toleranz, Treue, Tüchtigkeit, Tugend, Überzeugung, Veränderung, Verantwortung, Verhaltensmuster , Verschiedenheit, Verstärkung, Verstand, Vertrauen, Vorbild, Vorsatz, Vorstellung, Wahrheit, Wahrnehmung, Werte, Widerstand, Wille, Wirklichkeit, Wissen, Wunsch, Zeichen, Ziele, Zivilcourage, Zufriedenheit, Zustand, Zuverlässigkeit, …

Gegenteile, negativ: Aggression, Angabe, Angst, Ärger, Arroganz, Ausgrenzung, Autorität, Bedrängnis, Bedrohung, Besorgnis, Bevorzugung, Bosheit, Demütigung, Depression, Destruktivität, Diskriminierung, Egoismus, Eifersucht, Einsamkeit, Endgültigkeit, Falschheit, Fanatismus, Fehler, Feigheit, Feindschaft, Gemeinheit, Gier, Gleichgültigkeit, Gewalt, Hass, Heuchelei, Hilflosigkeit, Hysterie, Ignoranz, Illusion, Impulsivität, Indiskretion, Intrige, Ironie, Konformismus, Korruption, Krankheit, Kritik, Laster, Leid, List, Lüge, Macht, Mangel, Maske, Mimik, Mimikry, Missachtung, Missgunst, Misstrauen, Narzissmus, Neid, Opportunismus, Panik, Phobie, Problem, Psychose, Rache, Sarkasmus, Scham, Schein, Scheu, Selbstmitleid, Sorgen, Spott, Stolz, Täuschung, Ungeduld, Unsicherheit, Unterdrückung, Verbrechen, Verrat, Verschleierung, Verschweigen, Verwundbarkeit, Wankelmut, Wortbruch, Wut, Zwang, Zweifel, Zynismus, …

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