Freiheit

ini_FreiheitFreiheit; (lat. libertas) ist ein Zustand, eine Gelegenheit ohne Zwang und Pflichten zwischen Möglichkeiten auszuwählen und zu entscheiden. Sie ist ein Recht, das jemandem zusteht und die Freiheit in der Natur meint, dass Lebewesen nicht eingesperrt sind. In der Philosophie, Theologie und Recht ist sie ein Zustand der Autonomie. Die Philosophie dazu ist im ständigen Wandel, wie auch in Politik, Psychologie, Pädagogik, Soziologie, Religion, Recht und Gestaltung ist sie eine zentrale Werte- und Ideenentwicklung der Ideale.

Das Wort Freiheit wird vom germanischen „frī-halsa“ abgeleitet: „jemand, dem sein Hals selbst gehört“. Die Sklaverei war gegenteilig und Unfreiheit. In der Geschichte gab und gibt es immer wieder neue Freiheitskämpfe, … z.B. der Sklavenaufstand von Spartakus (73-71 v. Chr.), der Bürgerkrieg in England ab 1215, mit der „Magna Carta Libertatum“ (große Urkunde der Freiheiten) als Ergebnis, die Bauernkriege in Europa vom 15. bis 17. Jh., der Dreißigjährige Krieg von 1618 bis 1648 in Deutschland als Folge der Reformation zur Glaubensfreiheit, der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg ab 1775 für die Autonomie von Großbritannien (Freiheitsstatue von 1886 auf Liberty Island, New York), die Französische Revolution von 1789 mit der Losung „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“, die heute oft mit „Freiheit, Gerechtigkeit, Solidarität“ übersetzt wird. Die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ der Vereinten Nationen war 1948. Auf dieser Grundlage setzt sich Amnesty International heute weltweit in über 150 Staaten mit ca. 7 Mio. Mitgliedern für die Menschenrechte ein.

Eine volle, unbeschränkte Handlungsfreiheit der Persönlichkeit besteht, wenn es dem eigenen Willen entspricht und Fähigkeiten frei entfaltet werden können. Sie ist ohne Bindungen und es kann auf Wunsch mit Intuition und Spontanität zwischen mehreren Optionen und Alternativen selbstbestimmt gewählt, bzw. entschieden werden.

Eigene Grenzen der Freiheit gibt es u.a. durch den Charakter, die Bedürfnisse, Bescheidenheit, Ethik, Gefühle, das Gewissen, die Haltung, das Lebensgefühl, die Loyalität, das Mitgefühl, den Opportunismus, Pessimismus, die Prägung, das Selbstbild, den Sinn, die Sozialisation, den Starrsinn, das Temperament, die Tugend, Überzeugung, Verantwortung, Vermeidung, den Verzicht, die Wahrnehmung, Werte und Ziele. … Äußerlicher Einfluss und Einschränkungen sind z.B. durch Regeln und Gesetze der Gesellschaft, die Gewalt, Kritik, Manipulation, Moral, Realität, das Schicksal, den Spott, Tadel, die Toleranz, das Vertrauen und den Widerstand anderer. Jemand, der frei ist, gehört zu einer Gesellschaft mit Gleichberechtigung, in der Frieden herrscht und diese auch mit Zivilcourage gegen Übergriffe von Dritten verteidigt.

Theorien und Konzepte der politischen Ideologien zu bestimmten Freiheiten gibt es viele: Liberalismus, Konservatismus, Anarchismus, Sozialismus, Kommunismus und Selbstbestimmungsrecht der Völker. Negative Formen sind u.a. Fremdherrschaft, Tyrannei, Despotie (Willkürherrschaft), Monarchie mit absoluter Macht, Totalitarismus, Faschismus, Nationalsozialismus, Stalinismus und je nach Standpunkt der Nationalismus. Zu den Wirtschaftsordnungen reichen die Vorstellungen vom Kollektivismus über die freie Marktwirtschaft, mit Angebot und Nachfrage im freien Wettbewerb, bis hin zu Monopolen, die alle Freiheiten einschränken.

Positive und negative Freiheit werden im zweifelhaften Liberalismus des 20. Jh. beschrieben. Die Positive Freiheit (zu etwas) bezeichnet hier die Selbstverwirklichung und demokratische Selbstbestimmung einer Gemeinschaft, Schutz des Individuums und Freiheit der Wirtschaft. Negative Freiheit (von etwas) meint, dass die Regierung, Gesellschaft oder andere Menschen keine Zwänge ausüben, bzw. Verhalten erschweren oder verhindern.

Die Grund- und Menschenrechte garantieren zwischen Staat und privaten Personen auch die Gleichheits- bzw. Freiheitsrechte. Dieses sind es u.a.: Recht auf Leben, Unversehrtheit, Weltanschauung, Freiheiten zu Handlungen, Verträgen, Gewissen, Religion, Meinung, Presse, Kunst, Wissenschaft,  Koalitions- und Versammlungsfreiheit, das Post- und Fernmeldegeheimnis sowie die informationelle Selbstbestimmung, die allgemeine Freizügigkeit, die Berufsfreiheit, den Eigentumsschutz, die Unverletzlichkeit der Wohnung und das Asylrecht.

„Liberté, égalité, fraternité.“ – „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit.“

Losung der Französischen Revolution von 1789

„Freiheit ist der Abstand zwischen Jäger und Gejagtem.“

Zitat von: Bei Dao

„… Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden.“

Zitat von: Rosa Luxemburg

Ursachen, Motive u.a.: Aberglauben, Ablehnung, Abneigung, Abwehr, Alpha, Angst, Ärger, Ausbeutung, Ausgrenzung, Benachteiligung, Bestrafung, Betrug, Büchse der Pandora, Choleriker, Defizit, Defizit, Dominanz, Egoismus, Einfluss, Einsamkeit, Ersatzbefriedigung, Falschheit, Fatalismus, Faulheit, Fiktion, Fixe Idee, Frustration, Geistesgifte, Gewalt, Gleichgültigkeit, Geiz, Gier, Hass, Heuchelei, Hochmut, Ignoranz, Intrige, Konfusion, Kritik, Laster, Laune, Lüge, Macht, Mangel, Manipulation, Maske, Neid, Opportunismus, Pessimismus, Politik, Rache, Schaden, Schadenfreude, Schuld, Selbstmitleid, Sklaverei, Spleen, Spott, Starrsinn, Sünde, Tadel, Tarnung, Täuschung, Traurigkeit, Trotz, Überheblichkeit, Undank, Ungeduld, Unfreiheit, Ungerechtigkeit, Unsicherheit, Untreue, Unvollkommenheit, Verbrechen, Verdacht, Verletzung, Vermeidung, Verrat, Verschweigen, Verzicht, Vorurteil, Willkür, Zerstreutheit, Zwang, Zweifel, …

Ursachen, Motive positiv u.a.: Achtsamkeit, Anerkennung, Angewohnheit, Attraktivität, Aufmerksamkeit, Aufrichtigkeit, Authentizität, Autonomie, Bedürfnis, Beharrlichkeit, Beruf, Bescheidenheit, Besitz, Bestätigung, Beurteilung, Bewusstsein, Bindung, Charakter, Dankbarkeit, Darstellung, Disziplin, Echtheit, Ehre, Ehrlichkeit, Eigentum, Einsicht, Entwicklung, Erbanlagen, Erfahrung, Ethik, Erziehung, Fähigkeit, Fleiß, Freiwilligkeit, Ethik, Fairness, Freude, Führung, Fünf-Faktoren-Modell, Geduld, Gefühle, Gelassenheit, Geltung, Geradlinigkeit, Gerechtigkeit, Gesellschaft, Gestaltung, Gestik, Gesundheit, Gewissen, Glaube, Gleichheit, Goldene Regel, Glück, Das Gute, Haltung, HandlungHarmonie, Heiterkeit, Hoffnung, Humor, Ideal, Idee, Identität, Individualität, Image, Individuum, Instinkt, Interesse, Intuition, Kognition, Kommunikation, Kompetenz, Kompromiss, Konkurrenz, Kunst, Lachen, Lebensgefühl, List, Literarische Figur, Loyalität, Leistung, Loyalität, Mäßigung, Meinung, Mentalität, Merkmal, Mimik, Mitgefühl, Moral, Motivation, Nachsicht, Neugier, Kommunikation, Offenheit, Optimismus, Pädagogik, Persönlichkeit, Prägung, Philosophie, Politik, Psychologie, Qualifikation, Realität, Recht, Respekt, Rolle, Schauspiel, Schicksal, Schwur, Seele, Selbständigkeit, Selbstbild, Selbstbestimmung, Selbstbewusstsein, Selbsterkenntnis, Selbstwert, Solidarität, Sinn, Sozial, Sozialisation, Soziologie, Spontaneität, Symbol, Sympathie, Tapferkeit, Tatsache, Temperament, Theorie, Toleranz, Transparenz, Treue, Tugend, Überzeugung, Umgangsform, Veränderung, Verantwortung, Verhaltensmuster, Verständnis, Vertrauen, Vier-Seiten-Modell, Vorbild, Wahrheit, Wahrnehmung, Werte, Wettbewerb, Widerstand, Wissen, Wunsch, Zeichen, Ziele, Zivilcourage, Zuverlässigkeit, …

Gegenteile: Sklaverei, Tod, Unfreiheit, …

Ähnliche Einträge

Sago

Dieser Beitrag ist von und mit Sago, ... Perlsago der Sagopalme, entspricht weitgehend dem Grieß aus Weizen und ist nicht nur für Pasta und Süßspeisen gut. • • • Texte und Bilder auf charakterwiki.de sind geschützt. © alle Rechte vorbehalten, Urheber-Nr. 301178, VG Bild-Kunst, fremde Beiträge sind von wikipedia.org, oder gekennzeichnet. • • •

Das könnte Dich auch interessieren …