Ethik

ini_EthikEthik; (gr. ēthikē: sittliches Verständnis, ēthos: Charakter, Sinnesart) gehört mit Rechts-, Staats- und Sozialphilosophie zur „praktischen Philosophie“. Die wissenschaftliche Begründbarkeit und Reflexion ist damit die zentrale Basis zur Bewertung des menschlichen Handelns, der Gewohnheiten und der Moral. Dagegen hat die klassische „theoretische Philosophie“, die Logik, Erkenntnistheorie und Metaphysik zum Thema.

Schon Sokrates rückte die Ethik ins Zentrum der Philosophie (Sokratische Wende). Aristoteles gründete mit dem Charakterkonzept der „Nikomachische Ethik“ eine eigenständige philosophische Disziplin. Sie zeigt die wissenschaftliche Bewertung der Tugenden, Angewohnheiten, Sitten und Gebräuche (ēthos).

Hauptfragen der Ethik sind: … 1. „höchstes Gut“?, … 2. richtiges Handeln und Verhalten, „was soll ich tun?“ und … 3. Willensfreiheit? … Die Disziplinen sind … A. Deskriptive Ethik: mit empirisch Normen- und Wertesystemen, … B. Metaethik: analytische Sprache, Logik und Argumentation, … C. Normative Ethik: wertende Prinzipien und Kriterien der Moral, … D. Angewandte Ethik, Normen, Werte, Empfehlungen zur Handlung.
Ihre Ziele liegen als praktische Wissenschaft, in der Verantwortung und Hilfen für sittliche Entscheidungen der Menschen. Dabei geht es um Handlungen, wie Absicht, Freiwilligkeit, / Wissen, Willen, / Handlungsprinzipien, / Tun, Unterlassen, … Ziele, Sinn, Glück, … „Das Gute“, bzw. das höchste Gut, … Werte, wie Tugend, Sollen, das Verhältnis zum Guten, … und Gerechtigkeit.

Es gibt jede Menge Theorien und Modelle (s. Wikipedia) zur Ethik. Die Themen der angewandten Ethik werden durch Probleme in Technik, Umwelt und Gesellschaft ständig mehr. Weitere Ethikkodexe sind z.B.: Politik-, Rechts-, Verwaltungs-, Wirtschafts-, Unternehmens-, Banken-, Friedens-, Konflikt-, Militär-, Agrar-, Ernährungs-, Tier-, Geo-, Bio-, Erbanlagen- bzw. Gen-, Medizin-, Pflege-, Feministische-, Sozial-, Sexual-, Informations-, Hacker-, Transparenz-, Medien-, Wissenschafts-, Zukunfts- und Virtuelle Ethik.

Der Deutsche Ethikrat befasst sich mit ethischen, gesellschaftlichen, naturwissenschaftlichen, medizinischen und rechtlichen Fragen bzw. die Folgen für Individuum und Gesellschaft. Er kann auch vom Deutschen Bundestag oder der Bundesregierung beauftragt werden. Themen sind u.a.: Big Data (Vorratsdatenspeicherung), Bioethik, Antibiotikaresistenz für Patienten und Ärzte, menschliche Erbanlagen, bzw. Gentechnik, Stammzellforschung, Sterbehilfe, Klonen, Hirnforschung, usw.

Ethik macht Regeln, die für alle Menschen gelten, helfen und Sicherheit geben. Jeder kann so besser entscheiden was gut oder schlecht, richtig oder falsch ist und zeigt auch was passiert, wenn ich mich so verhalte, bzw. was verboten und was erlaubt ist. Es sind selbstbestimmte Regeln und Merkmale der sozialen Prägung, keine Gesetze. Ein Beispiel für eine alte, einsichtige Regel der Ethik ist die „Goldene Regel“.

„Ethik ist ins Grenzenlose erweiterte Verantwortung gegen alles, was lebt.“

Zitat von: Albert Schweitzer

„Wo die Menschen keine Ethik akzeptieren, gibt es keine Möglichkeit,

Gewalt einzudämmen.“

Zitat von: Dalai Lama

„Ethik ist prima, aber wie schaut es aus mit den Dividenden?“

Zitat von: Wilhelm II., letzter deutscher Kaiser und preußischer König

Ursachen u.a.: Absicht, Ansicht, Affekt, Akzeptanz, Anerkennung, Angewohnheit, Anschauung, Anspruch, Attribut, Aufmerksamkeit, Aufrichtigkeit, Ausdauer, Ausgeglichenheit, Beachtung, Beruf, Besonnenheit, Beständigkeit, Bewusstsein, Charakter, Charakterdesign, Charisma, Darstellung, Diskretion, Echtheit, Ehre, Ehrlichkeit, Eigenschaft, Einsicht, Einstellung, Emotion, Emotionale Intelligenz, Empathie, Engagement, Entschlossenheit, Eltern, Entwicklung, Erfahrung, Erfolg, Erkenntnis, Erziehung, Ethik, Extraversion, Fähigkeit, Freiheit, Frieden, Fünf-Faktoren, Gebote, Geduld, Gefühl, Gelassenheit, Gemeinschaft, Glück, Gemüt, Gerechtigkeit, Gesellschaft, Gesinnung, Gestaltung, Gestik, Gewinn, Gewissen, Glaube, Großzügigkeit, Grundsatz, „Das Gute“, Gutmütigkeit, Haltung, Held, Hilfsbereitschaft, Hoffnung, Humor, Ideal, Identität, Ideologie, Individuum, Introversion, Klugheit, Kommunikation, Kompetenz, Konzentration, Kreativität, Kriterium, Kritik, Kunst, Lachen, Leidenschaft, Leistung, Lernen, Liebe, Lob, Logik, Loyalität, Macht, Mäßigung, Meinung, Mentalität, Merkmal, Methode, Mimik, Mitgefühl, Motivation, Mut, Nähe, Objektivität, Offenheit, Optimismus, Persönlichkeit, Politik, Position, Potenzial, Prestige, Prinzip, Qualität, Reaktion, Realität, Recht, Redlichkeit, Regeln, Respekt, Richtigkeit, Schutz, Selbständigkeit, Selbstachtung, Selbstbewusstsein, Selbstbild, Selbstkontrolle, Selbstlosigkeit, Selbstwert, Sein, Sicherheit, Sitte, Solidarität, Soziale Interaktion, Sozialisation, Stolz, Subjektivität, Symbol, Sympathie, Tapferkeit, Tatsache, Tauglichkeit, Temperamentenlehre, Theater, Theologie, Theorie, Toleranz, Treue, Tüchtigkeit, Tugend, Überzeugung, Veränderung, Verantwortung, Vergebung, Verhaltensmuster, Verstand, Verträglichkeit, Vertrauen, Vorbild, Vorsatz, Vorstellung, Wahrheit, Wahrnehmung, Weisheit, Werte, Widerstand, Wille, Wirklichkeit, Wissen, Wunsch, Würde, Zeichen, Ziele, Zivilcourage, Zufriedenheit, Zustand, Zuverlässigkeit, …

Gegenteile, negativ: Aggression, Angabe, Angst, Ärger, Arroganz, Ausgrenzung, Autorität, Bedrängnis, Bedrohung, Besorgnis, Bevorzugung, Bosheit, Charakterlosigkeit, Demütigung, Depression, Destruktivität, Diskriminierung, Dominanz, Egoismus, Eifersucht, Einsamkeit, Endgültigkeit, Ehrlosigkeit, Entstellung, Falschheit, Fanatismus, Fehler, Feigheit, Feindschaft, Gier, Gleichgültigkeit, Gewalt, Hass, Heimtücke, Heuchelei, Hilflosigkeit, Hochmut, Hysterie, Ignoranz, Illusion, Impulsivität, Indiskretion, Intrige, Ironie, Konformismus, Korruption, Laster, Leid, List, Lüge, Macht, Mangel, Maske, Mimik, Mimikry, Missachtung, Missgunst, Misstrauen, Narzissmus, Neid, Opportunismus, Panik, Problem, Psychose, Rache, Sadismus, Sarkasmus, Scham, Schein, Scheu, Selbstmitleid, Sorgen, Spott, Ungeduld, Täuschung, Unsicherheit, Unterdrückung, Untreue, Verbrechen, Verrat, Verschweigen, Verwundbarkeit, Wortbruch, Wut, Zwang, Zweifel, Zynismus, …

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Dieser Beitrag ist von und mit Sago, ... Perlsago der Sagopalme, entspricht weitgehend dem Grieß aus Weizen und ist nicht nur für Pasta und Süßspeisen gut. • • • Texte und Bilder auf charakterwiki.de sind geschützt. © alle Rechte vorbehalten, Urheber-Nr. 301178, VG Bild-Kunst, fremde Beiträge sind von wikipedia.org, oder gekennzeichnet. • • •

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