Einsamkeit

ini_EinsamkeitEinsamkeit; ist z.B. das Gefühl, von anderen Menschen getrennt zu sein, oder meint kaum besiedelte und abgelegene Gegenden. Sie wird oft mit einer negativen sozialen Isolation und Mangel an Kommunikation empfunden, … positiv sind u.a. eine geistige Erholung, die eine Ordnung der Gedanken und Kreativität fördern kann. Außerdem sind Phasen der Einsamkeit manchmal zur Selbstachtung, Selbsterkenntnis und Selbstverwirklichung wichtig … Formen der Selbstdarstellung oder Selbstlosigkeit sind in diesem Fall weniger relevant.

Kinder sollten allerdings nie einsam sein. Manche Kinder leiden massiv darunter, dass sie keine Freunde haben und vernachlässigt werden. Eltern können die Sozialisation und Selbständigkeit des Kindes fördern, indem sie z.B. als Vorbild soziale Kontakte pflegen und Aktivitäten mit anderen Kindern organisieren, damit sie nicht mit Spott als Außenseiter gelten. So werden das Vertrauen, Selbstwertgefühl, Lebensgefühl und Tugenden gesteigert.

Menschen die einsam leben sind z.B.: … Melancholiker neigen zu Einsamkeit, Misstrauen und Kritik mit emotionaler Labilität und Introversion. Sie sind durch Schwermut, Traurigkeit und Nachdenklichkeit geprägt, werden aber auch für die Zuverlässigkeit und Selbstkontrolle geschätzt. … Ein Misanthrop lehnt die Nähe von Menschen ab und führt ein Einsiedlerdasein, ist aber ohne Gewalt, Aggression oder Hochmut, sondern lebt in selbst gewählter Isolation. … Der Asket dagegen lebt z.B. mit Kommunikationsverzicht, Enthaltsamkeit, Verzicht auf Besitz zur Erlangung von Tugenden oder Fähigkeiten, Selbstkontrolle und Festigung des Charakters.

Die Psychologie betrachtet sie, obwohl es das positive Gefühl der Unabhängigkeit beinhaltet, überwiegend als unangenehme soziale Beziehungslosigkeit mit Mangel an Kontakten. Es kann zu Haltungen mit Skurrilität, Vermeidungsmethoden, Starrsinn, Spleens, negativen Bewältigungsstrategien und sogar zu Depressionen führen. Bei Vereinsamung im Alter kommt es u.U. viel rascher zum geistigen Abbau als bei sozial aktiven Menschen.

Bei Gier, Geiz, Alkohol-, Computer-, Internet-, Spiel- und sonstiger Sucht ist sie kein Vorurteil, sondern Realität. Langes Surfen durch die virtuellen Welten vom Internet lässt die Einsamkeit wachsen und Onlinespiele führen besonders bei Jugendlichen zur Entfremdung. Die Kontaktpflege über soziale Netzwerke wie Facebook, über Smartphone usw. sind eher ein Indikator für ein Bedürfnis und kein Ersatz für persönlichen Kontakt. Die Zukunft der Arbeit z.B. durch Teleheimarbeit, e-Work oder Homeoffice werfen ähnliche Probleme auf.

„Wer einsam ist, der hat es gut,

Weil keiner da, der ihm was tut.“

Zitat von: Wilhelm Busch

„Einsamkeit ist Belästigung durch sich selbst.“

Zitat von: Werner Schneyder

„Allein sein zu müssen ist das Schwerste,

allein sein zu können das Schönste.“

Zitat von: Hans Krailsheimer

Ursachen u.a.: Absicht, Akzeptanz, Anerkennung, Aufmerksamkeit, Beruf, Bewältigung, Bewusstsein, Charakter, Charakterdesign, Charisma, Darstellung, Ehre, Ehrlichkeit, Eigenschaft, Einstellung, Emotion, Engagement, Erfahrung, Erfolg, Erwartung, Erziehung, Ethik, Extraversion, Fähigkeit, Freiheit, Fünf-Faktoren, Gebote, Geduld, Gefühl, Gelassenheit, Gemeinschaft, Gerechtigkeit, Gesellschaft, Gestaltung, Gestik, Gewinn, Gewissen, Glaube, Haltung, Hauptrolle, Held, Hoffnung, Ideal, Identität, Ideologie, Individuum, Interessen, Introversion, Kind, Klugheit, Kommunikation, Kompetenz, Konzentration, Kreativität, Kunst, Lachen, Leidenschaft, Leistung, Lernen, Liebe, Literarische Figur, Lob, Logik, Loyalität, Macht, Meinung, Menge, Mentalität, Merkmal, Mimik, Motivation, Mut, Nähe, Nebenrolle, Optimismus, Perfektion, Persönlichkeit, Position, Potenzial, Prinzip, Qualität, Reaktion, Realität, Recht, Regeln, Respekt, Schutz, Sein, Selbstachtung, Selbständigkeit, Selbstbestimmung, Selbstbewusstsein, Selbstbild, Selbsterhaltung, Selbsterkenntnis, Selbstmotivation, Selbstwert, Selbstvertrauen, Sicherheit, Sitte, Solidarität, Soziale Interaktion, Sozialisation, Subjektivität, Symbol, Sympathie, Tapferkeit, Tatsache, Temperament, Theater, Toleranz, Treue, Tüchtigkeit, Tugend, Überzeugung, Veränderung, Verantwortung, Vergebung, Verhaltensmuster, Verschiedenheit, Verstärkung, Verstand, Verträglichkeit, Vertrauen, Vorbild, Vorsatz, Vorstellung, Wahrheit, Wahrnehmung, Weisheit, Werte, Widerstand, Wille, Wirklichkeit, Wissen, Wunsch, Würde, Zeichen, Ziele, Zivilcourage, Zufriedenheit, Zustand, Zuverlässigkeit, …

Gegenteile, negativ: Aggression, Angabe, Angst, Ärger, Arroganz, Ausgrenzung, Autorität, Bedrängnis, Bedrohung, Beklommenheit, Besorgnis, Bestrafung, Bevorzugung, Bosheit, Demütigung, Depression, Desinformation, Destruktivität, Diskriminierung, Dominanz, Egoismus, Eifersucht, Endgültigkeit, Ehrlosigkeit, Falschheit, Fanatismus, Fehler, Feigheit, Feindschaft, Feindseligkeit, Gemeinheit, Gier, Gleichgültigkeit, Gewalt, Hass, Heimtücke, Heuchelei, Hilflosigkeit, Hochmut, Hysterie, Ignoranz, Illusion, Indiskretion, Intrige, Ironie, Konformismus, Korruption, Krankheit, Kritik, Lächerlichkeit, Laster, Leid, List, Lüge, Lustlosigkeit, Macht, Mangel, Maske, Mimik, Mimikry, Missachtung, Missgunst, Misstrauen, Narzissmus, Neid, Niedertracht, Opportunismus, Panik, Perfidie, Phobie, Problem, Psychose, Rache, Sadismus, Sarkasmus, Scham, Schein, Scheu, Selbstmitleid, Sorgen, Spott, Stolz, Ungeduld, Unentschlossenheit, Ungewissheit, Unsicherheit, Unterdrückung, Untreue, Unwohlsein, Verbrechen, Verneinung, Verrat, Verschleierung, Verschweigen, Verwundbarkeit, Wankelmut, Wortbruch, Würdelosigkeit, Wut, Zaghaftigkeit, Zwang, Zweifel, Zynismus, …

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