Ehre

ini_EhreEhre; (althd. êre, / lat. honor: Anerkennung, Ehrung) erhält eine berechtigte Person mit verdienter Nominierung, respektvoller Hochachtung und Bewunderung. Sie geschieht in Form einer Würdigkeit von Leistungen, Erfolg und Verhalten durch Lob, Auszeichnung, Prämie, Gewinn, Gratifikation, Cup, Medaille, Trophäe, oder einen Siegespreis. Die Ehre kann z.B. einer Gruppe, dem Mitglied eines Kollektivs oder Standes zuerkannt werden (Ehrenplätze bei der Hochzeit, Ehre der Frau, Handwerker, usw.). … Ehrgeiz kann übertriebenes Wollen sein – andererseits wird jemanden, den man verehrt die Ehrerbietung gezeigt. Auf keinen Fall ist es ehrenvoll für verletzten Stolz z.B. ein Verbrechen oder sogar als „Held“ Streit und Kriege anzufangen. Ein würdiger Charakter zeigt sich durch positive Leistungen, vorbildliche Haltung, Hilfsbereitschaft, Aufrichtigkeit, Offenheit, Fairness, Mitgefühl (Empathie), Selbstachtung, Selbstverantwortung, Ehrenamt, oder allgemein im zwischenmenschlichen Anstand und weiteren Tugenden.

Sein Gegenteil ist die Schande, die oft durch eine Blamage oder Demütigung, mit dem Verlust der Ehre verbunden ist. Ehre kann auch durch die Nötigung anderer zum Selbstbild und Ansehen seiner Persönlichkeit ein sozialer Zwang werden. … Das Ehrgefühl ist uralt und wird mit Tapferkeit, Verantwortung, Wertschätzung, Treue, Stärke, Macht, usw. verbunden. Aristoteles beschrieb den Begriff in der Nikomachischen Ethik über die Tugenden.

Die Verletzung der Ehre und Ehrdelikte haben auch bei den Gefühlen große Bedeutung. Früher gab es dadurch z.B.: Rache, Duell, Ehrenmord, Sühnepflicht, usw. … In der Philosophie wird unter Ehre der Selbstachtung und sozialer Anerkennung durch andere unterschieden. Dazu gehören auch das Ehrenwort (Politik), Prestige (Image, Gesellschaftsrang), Treue zum Vaterland, Erfüllung der Pflichten, Gewissenhaftigkeit, Rechtschaffenheit im Handel, Beruf und vieles mehr. … Internationale Unterschiede gibt es u.a. in der Scham- und Schuldkultur, Sexualität, Untreue, Rollenerwartung, den Religionen und Glaubensrichtungen.

Deutsche Gesetze nennen bei den „Straftaten gegen die Ehre“ z.B.: Beleidigung, Verleumdung und üble Nachrede. Das Grundgesetz (Art. 1) kennt gegenüber der Ehre den fundamentaleren Begriff der unantastbaren Würde. Zur gegenseitigen Achtung der Menschen ist der Begriff „Respekt“ heute in den Menschenrechten allgemein verbindlich festgelegt und hat vielfach den Ehrbegriff wegen seiner Subjektivität und Beliebigkeit abgelöst.

„Je länger einer von seiner Ehre spricht, desto schneller zähle man seine Löffel.“

Zitat von: Ralph Waldo Emerson

„Ein vortrefflicher Charakter wählt immer den Mittelweg.“

Zitat von: Aristoteles

„Die Ehre muß dich suchen, nicht du die Ehre!“

Zitat von: Friedrich Rückert

„Ehre, dem Ehre gebührt.“

Zitat von: Deutsches Sprichwort

Ursachen u.a.: Ansicht, Affekt, Akzeptanz, Anerkennung, Aufrichtigkeit, Beachtung, Berechtigung, Besonnenheit, Bestätigung, Bewunderung, Bewusstsein, Charakter, Charisma, Ehrenamt, Ehrfurcht, Ehrgeiz, Ehrlichkeit, Einstellung, Emotion, Empathie, Engagement, Entschlossenheit, Erfahrung, Erfolg, Erwartung, Erziehung, Ethik, Extraversion, Fähigkeit, Freiheit, Freiwilligkeit, Fünf-Faktoren, Gebote, Geduld, Gelassenheit, Gemeinschaft, Glück, Gemüt, Gerechtigkeit, Gesellschaft, Gestaltung, Gestik, Gewinn, Gewissen, Glaube, Grundsatz, „Das Gute“, Haltung, Hauptrolle, Held, Hilfsbereitschaft, Hoffnung, Humor, Ideal, Identität, Ideologie, Individuum, Introversion, Kommunikation, Kompetenz, Kunst, Lachen, Leidenschaft, Leistung, Lernen, Liebe, Lob, Loyalität, Macht, Meinung, Mentalität, Merkmal, Mimik, Mitgefühl, Motivation, Mut, Nähe, Objektivität, Offenheit, Optimismus, Perfektion, Persönlichkeit, Politik, Prestige, Prinzip, Qualität, Reaktion, Realität, Recht, Redlichkeit, Regeln, Respekt, Schmeichelei, Schutz, Selbständigkeit, Selbstachtung, Selbstbestimmung, Selbstbild, Selbstdarstellung, Selbstlosigkeit, Selbstverwirklichung, Selbstwert, Sicherheit, Sitte, Solidarität, Sozialisation, Stolz, Subjektivität, Symbol, Sympathie, Tapferkeit, Tatsache, Tauglichkeit, Temperament, Theater, Toleranz, Treue, Tugend, Überzeugung, Verantwortung, Verehrung, Vergebung, Verhaltensmuster, Verstand, Verträglichkeit, Vertrauen, Vorbild, Vorsatz, Vorstellung, Wahrheit, Wahrnehmung, Werte, Wille, Wissen, Wunsch, Würde, Zeichen, Ziele, Zivilcourage, Zufriedenheit, Zuverlässigkeit, …

Gegenteile, negativ: Angabe, Angst, Ärger, Arroganz, Ausgrenzung, Autorität, Bedrohung, Bevorzugung, Bosheit, Bestrafung, Charakterlosigkeit, Demütigung, Destruktivität, Diskriminierung, Egoismus, Eifersucht, Einsamkeit, Endgültigkeit, Ehrlosigkeit, Falschheit, Fanatismus, Feigheit, Feindschaft, Gemeinheit, Gier, Gleichgültigkeit, Gewalt, Hass, Heimtücke, Heuchelei, Hochmut, Ignoranz, Illoyalität, Illusion, Impulsivität, Indiskretion, Intrige, Ironie, Konformismus, Korruption, Krankheit, Kritik, Lächerlichkeit, Laster, Leid, List, Lüge, Macht, Mangel, Maske, Mimikry, Missachtung, Missgunst, Misstrauen, Narzissmus, Nebenrolle, Neid, Opportunismus, Peinlichkeit, Phobie, Problem, Psychose, Rache, Sarkasmus, Scham, Schein, Scheu, Selbstmitleid, Sorgen, Spott, Täuschung, Tücke, Unehrlichkeit, Ungeduld, Unsicherheit, Unterdrückung, Untreue, Verbrechen, Verrat, Verschleierung, Verschweigen, Verwundbarkeit, Wankelmut, Wortbruch, Würdelosigkeit, Wut, Zaghaftigkeit, Zwang, Zweifel, Zynismus, …

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